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Business Frühstück St. Ottilien #104

„Geistliches Führen und Leiten“ und „Nachhaltige Energieversorgung im Kloster St. Ottilien“

Wer hätte gedacht, dass die Benediktiner-Regeln, verfasst im Jahre 529 von Benedikt von Nurcia, bis heute Diskussionsstoff liefern. Der Orden existiert seit fast 1500 Jahren. Dies ist ein Fakt, der jeden Manager dazu animieren sollte darüber nachzudenken, wie er in seiner Organisation nachhaltig führen und wirken kann. Davon inspiriert lud das BMU-Net zum Business Frühstück in die Erzabtei St. Ottilien. Erzabt Wolfgang Öxler OSB hielt, vor ca. 50 Unternehmern, einen Vortrag zum Thema „Geisltiches Führen und Leiten“.

WolfgangOexler

Mit einem Rad, als Symbol, in der Hand fragte er in die Unternehmerrunde „Wie läuft’s?“ Das war der Anfang für ein wahres Feuerwerk an Analogien für Führung. Neben motivierenden Aussagen wurde auch das „Hamsterrad“ in dem man sich schnell verfängt hinterfragt, wie auch der Aspekt das sich alles „nur um einen selber drehen kann“ vom Erzabt angesprochen. Ein wichtiger Aspekt in der Kommunikation als Führungskraft war für ihn auch die Bildersprache, mit der man die Mitarbeiter besser führen kann. In der Führung sollte man neben einem guten „geerdet“ und „gehimmelt“ sein auch immer eine Prise Humor und Gelassenheit einfließen lassen.

Wie geht ein Erzabt mit Problemen oder Herausforderungen um, kam die Frage aus dem Teilnehmerkreis. „Wichtig ist Beten, dann selbst tun, was man tun kann und es dann anschließend zu Gott abgeben“ war die Antwort des Erzabtes. Das Los-lassen und sich selbst etwas Gutes tun, sollte man dabei immer im Auge behalten.

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Denn, so der Erzabt, das letzte Hemd hat keine Taschen und verwies dabei auf ein sehr anschauliches Graffiti das am Kuhstall in Kloster zu finden ist. Das Besondere einer „geistlichen Führung“ unterstrich Erzabt Wolfgang mit einer Regel des heiligen Benedikt, die auch knapp 1500 Jahre später, ihre Gültigkeit hat.

Bei der anschließende Führung durch Bruder Josef erhielten die Teilnehmer noch einen Einblick in das nachhaltige wirtschaften eines Klosters. Jedes Kloster ist ein eigenständiges Wirtschaftsunternehmen. Deshalb muss es sich den Marktgegebenheiten laufend anpassen. Auch Neuinvestition, wie der neue hochmoderne Kuhstall, mussten vorher unter Rentabilitätsgesichtspunkten geplant werden. Bei der Rundgang konnte auch ein Einblick in die vor Ort betriebene Biogasanlage und das Hackschnitzelheizkraftwerk gewonnen werden

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